Rallye-Team Daniel Sieber - Christian Weber


Troubles am Critérium Jurassien

29.4.2009
Es war nicht das Wochenende von Sieber-Weber. Mit einem weidwunden Motor musste die schnelle Equipe ihren Renault Clio bei Hälfte des Rallyes stehen lassen.

Bereits bei den Tests am Donnerstag war früh Feierabend. Ein defektes Pleuellager machte einen Start von Sieber-Weber äussert fraglich. Balbosca organisierte sofort einen frisch revidierten Ersatzmotor und baute diesen pünktlich zur Wagenabnahme am nächsten Morgen ein.

Leider machte auch dieses Aggregat Zicken. „Bereits auf den ersten Metern nach Rallyebeginn mussten wir feststellen, dass der Motor in höheren Drehzahlbereichen sehr harzig und kraftlos lief. Es fehlten spürbar einige Dutzend PS und wir verloren 1 Sekunde pro Kilometer.“ gab Daniel Sieber zu Protokoll. Die Hoffnung auf ein schnell lösbares Elektronikproblem wechselte am Servicepunkt zum Frust. Die Renault Motoreningenieure stellten einen komplett ölgetränkten Luftfilter und Oelverlust am Motor fest: Undichter Motor, nicht vor Ort reparabel.
 

AUFGABE KURZ VOR ABSEHBAREM MOTORSCHADEN

Trotzdem starteten Sieber-Weber am Samstagmorgen zur zweiten Etappe. Noch lagen sie ja auf einem Punkterang in der Schweizer Rallyemeisterschaft und auf dem 3. Platz in der Clio R3 Pirelli Swiss Trophy. Nicht unerwartet akzentuierten sich aber Leistungsmangel und Oelverlust mit jedem gefahrenen Kilometer. Nach drei weiteren Sonderprüfungen mussten sie den Clio R3 dann stehen lassen, nachdem der Oeldruck in engen Kurven wiederholt komplett zusammenfiel.  Eine Fortsetzung des Rallyes unter diesen Umständen hätte zwingend zu einem kapitalen Motorschaden geführt.
 

STREICHRESULTAT

Weil in der Clio Trophy ein Streichresultat — es zählen die 5 besten von 6 Läufen — notiert wird, ist dieser Nuller nicht ganz so schlimm. Aber die Ausgangslage für die weitere Saison ist natürlich weniger komfortabel, weitere Ausfälle würden voll zu Buche schlagen. Sieber: „In den letzten Jahren waren wir in vergleichbaren Situationen, damit kann ich gut umgehen. Wir können für die nächsten Läufe auch Positivees mitnehmen:  Das Fahrwerks-Setup des Autos war hier wirklich top. Und der 250PS-Motor sollte von Renault demnächst ausgeliefert werden, da kommt bei mir schon etwas Vorfreude für das nächste Rallye auf!“


Stand Clio R3 Pirelli Swiss Trophy nach 1 von 6 Läufen:
1. HOTZ Grégoire -RAVASI Pietro  10 Punkte
2. RITTER Samuel - HAUSER François   8
3. ROSSOZ Pascal - CINCOTTA Laetizia    6
4. SIEBER Daniel - WEBER Christian    0
CORBI David - FELLAY Stéphane   0
PERROUD Pascal - CHMELNITZKY Stéphanie   0

 
Nächster Lauf: Rallye du Chablais 29.-30. Mai 2009

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Clio R3 Trophy
2010
 
23.-24.4.    Jurassien
28.-29.5.    Chabalis
25.-26.6.    Ticino
28.-30.10.   Valais
26.-28.11.   Var (F)
 

  
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